Ich habe ein verwöhntes Kind – wollte das aber nie
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Ich habe einen fast achtjährigen Sohn und ein fünf Wochen altes Baby. Mein Grosser war das erste Kind in der Familie und wird seit Jahren mit Geschenken überhäuft – von meinem Mann mit Kleinigkeiten, aber vor allem von den mehreren Schwiegereltern. Ich habe das Gefühl, sie kompensieren damit fehlende gemeinsame Zeit.
Ich selbst bin sehr bescheiden aufgewachsen, Geschenke gab es nur zu sehr besonderen Anlässen. Umso mehr belastet mich die aktuelle Situation: Unser Sohn denkt fast nur noch an Geschenke, fragt Verwandte aktiv danach und hat völlig überzogene Erwartungen.
Kürzlich haben die Schwiegereltern ihm wieder aus leerem Grund grosse Sachen gekauft – heute eine Carrerabahn. Er wollte mir nicht einmal erzählen, was er bei ihnen gemacht hat, weil sie ihm gesagt haben, er solle es nicht erzählen, „sonst denken Mama und Papa, dass du bei uns immer alles bekommst“. (Ja ich habe es ihne schon oft gesagt)
Wenn ich mit ihm darüber sprechen möchte, hört er mir kaum zu, findet mich „mega doof“ und versteht überhaupt nicht, dass es nicht gut ist, wenn sich alles nur um Konsum dreht. Gleichzeitig merke ich, dass ihm nichts mehr genügt und er gemeinsame Zeit oder kleine Gesten nicht mehr schätzt.
Das gefällt mir überhaupt nicht – und ich weiss, dass wir als Eltern mitverantwortlich sind. Wie können wir das wieder in den Griff bekommen?
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