Wie erziehe ich mit Geduld, wenn mich der Alltag mit Kind überfordert?
· 13 Antworten · gefragt von einem Community-Mitglied
Es ist 7:00 Uhr früh. Ich wecke den Kleinen, er hat heute Schule, er geht in die erste Klasse. So weit so gut.
Dann geht er aufs WC und wäscht seine Hände nicht, ich erinnere ihn lieb, so wie ich das jeden Morgen und jeden Abend tue. Aber innerlich denke ich, wann lernt er das endlich. Dann kleckert er sein Müsli überall hin, ich bleibe ruhig und erklär ihm, dass er aufpassen soll, aber denke: Wann lernt er es endlich? Dann zieht er sich an, all seine Hosen sind so schmutzig vom Gras und von der Erde, die einst hellen Jeans sind tief grün und braun. Nur seine Hosen sehen so aus, weil er beim Fussball in der Pause immer extra umfällt. Dann erzählt er, dass er keinen Znüni mitnehmen möchte, weil er klaut den von den Mädchen. Meine Nerven kochen, innerlich verzweifle ich. Dann putzt er die Zähne und hinterlässt das ganze Brüneli voller Müsli Resten und Zahnpasta Schleim dass einem übel wird. Dann packt er aus seinem Thek Holzstöcke aus, die er mitgenommen hat und wirft sie auf seinen Berg von Stöcken, die sein Zimmer füllen und nach dem Hinwerfen nie wieder in die Hände genommen werden.
Es ist 7:50 Uhr. Ich bin erschöpft, zermürmt, innerlich am Ende.
So in etwa sieht jeden Morgen bei uns aus, es macht mich fast depressiv.
Ich bin seine Stiefmutter, ich lebe Vollzeit mit ihm seit er 4-jährig ist. Seine leibliche Mutter lebt in Österreich. Sein Vater, mein Mann ist der grösste Morgenmuffel und schläft gekonnt bis 8:00 Uhr. Habt ihr Ratschläge für mich? Wie man das Kind erziehen kann, ohne dabei selbst drauf zu gehen? Ich danke euch herzlichst für jeden Tipp!
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