Ich bin Anfängerin in der Disziplin Basel mit Buschi (Baby) und Binggis (Kindern). Und es steht eine Premiere bevor: Basel bei Regen, Nässe und Kälte mit bewegungsfreudigem Kleinkind.
In der Wohnung randalieren geht mit 13 Monaten schon ganz ordentlich, also braucht’s für die Herbst- und Wintermonate eine Strategie. Und was macht Frau als Antwort auf die Beiträge mit Tipps für Regentage in Zürich, Bern oder Zug, Luzern und Umgebung? Eine Liste für Basel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)!
Die Angebote sind entweder selber getestet oder von erfahrenen Müttern und Vätern für gut befunden.
Hier gibt es einen grossen Spielraum mit Rutschen, Spielküche, Wheely Bug und, und, und. Das Cafe ist in rosa gehalten, eher eng bestuhlt und der Stil ist sehr amerikanisch. Am Mittag gibt’s Suppe, Bagels und Bowls, zum Dessert leckere Kuchen. Kinder bis schätzungsweise fünf werden hier bestimmt glücklich. Übrigens: Falls es aufhört zu regnen, hat es zwei tolle Spielplätze ganz in der Nähe.
Am Bahnhofausgang ins Gundeli hat es ein Tibits, im Erdgeschoss des Meret Oppenheim Hochhauses (böse Zungen nennen den Turm auch Mordor). Die Kinderecke ist nur wenige Quadratmeter gross und auf drei Seiten eingegrenzt – das erschwert das Ausbüxen.
Sie rettet so manchen verregneten Tag. Für die Kinderwagen der ganz Kleinen hat es genügend Platz. In der Spielecke sind Kinder ab dem Krabbelalter gut aufgehoben. Die etwas Grösseren toben sich an der Rutschbahn aus (Vorsicht auf der Rolltreppe!).
An der grossen Auswahl mit – nicht ganz günstigen – Essensständen aus aller Welt werden Mütter, Onkel und Kinder satt. Kaffee gibt es auch in unzähligen Varianten.
Ausserdem lohnt sich ein Blick in die Agenda: Da gibt es Drachenbauworkshops, Kinderkleiderbörsen und Kinderkonzerte der Basel Sinfonietta. Und seit im September 2021 eine neue Lüftung eingebaut wurde, riecht man auch nicht mehr so sehr nach Essen, wenn man die Markthalle wieder verlässt.
Ebenfalls Platz für Kinderwagen und verschiedene Essensstände hat es in der Klara. Zwar gab es beim letzten Besuch keine fixe Spielecke, dafür einen Raum mit wenig Menschen und Platz.
Tinguelys Maschinen und Skulpturen faszinieren schon die kleinsten Kinder. Einige Skulpturen können von den Besucherinnen und Besuchern selber in Gang gesetzt werden – das führt bei Kindern auch zu spontanen Lachanfällen.
Auch wenn Swipen, Scrollen und Tippen aktueller sind als Schreiben von Hand, hat die Geschichte der Papierherstellung ihren Reiz. Kinder und Erwachsene können in der Basler Papiermühle selber Papier schöpfen. Zudem gibt’s ein schönes Restaurant.
Erlebnisbad mit Wellenbecken, Erlebnisbecken, Rutschen und einem extra warmen Kinderplanschbecken. Der Eintritt ist moderat, die Anreise mit öV ist etwas umständlich.
Das zweite Erlebnisbad in der Region. Alle vorliegenden Secondhand-Erlebnisberichtenden sagen zum Bad mit sieben Rutschen, Wellenbad und Strömungskanal: toll, aber teuer.
Zoo, Quartiertreffpunkte und andere Nothelfer bei Regenwetter in Basel
Bei schlechtem Wetter hat es viel weniger Leute im Zolli und in den Tierhäusern ist es sowieso trocken. Im Vivarium staunen schon die ganz Kleinen über Fische, Quallen und Pinguine. Und das Affenhaus ist die Attraktion schlechthin, wenn etwa der Gorilla vor Publikum kleinere und grössere Geschäfte verrichtet. (Sidenote von mal ehrlich: Eure Binggis in der Gaggi-Phase werden noch wochenlang davon erzählen.)
Das Zolli-Restaurant bietet viele Kindermenüs mit klingenden Namen wie «Pinguinspaziergang» (Fischstäbchen mit Erbsen-Kartoffelpüree). Ausserdem hat es im Restaurant einen Raum zum Herumrennen.
Faszinierend für Gross und Kleine diese Pinguine im Basler Zolli.
In der grössten Filiale der GGG Stadtbibliothek Schmiedenhof, in der Nähe des Marktplatzes, steht ein Drämmli aus Holz. Die Steuerhebel sind schon spannend, wenn an Bilderbüchern erst das Umblättern wirklich interessant ist. Für die Grösseren hat es neben Büchern und Comics auch Brettspiele und einen Töggelikasten.
Übrigens: Empfehlenswert sind gemäss Tipps aus unserer Community auch die anderen Ableger der GGG-Bibliothek in allen Quartieren.
Schach
#15 Die Quartiertreffpunkte (FAZ)
Die 16 Basler Quartiertreffpunkte sind eine Art Stubenerweiterung. Es hat in jedem genügend Platz zum Spielen und ein kleines Bistro mit Kaffee, Kuchen und Sirup zu sehr moderaten Preisen.
Auch cool ist das Spielfeld auf dem Gundeldinger Feld, das aber eher für die Grösseren, ein grosser Indoorspielplatz von den Robi-Spiel-Aktionen. Kann sehr lebendig zu- und hergehen … Und da wären wir doch schon bei der nächsten Kategorie.
Für ganz Kleine werden die Randzeiten empfohlen, damit sie nicht «übersprungen» werden. Bezahlt wird die eigentliche Hüpfzeit. Wenn die Kinder alt genug sind und die Eltern nicht hüpfen mögen, können sie auch einfach etwas trinken.
Eine Leser:innen-Ergänzung: Ein Indoor-Mega-Spielplatz auf drei Ebenen, mit Rutschen, Vulkan, Brücken, Tunnel und Riesentrampolinen an einem Ort. Es gibt ein Bistro, aber das eigene Picknick darf auch mitgenommen werden.
Ein weiterer Leser:innen-Tipp: Bietet viel Raum für Kinder und Familien. Angebunden an die Boulderhalle befindet sich auf 350 Quadratmetern ein Bewegungsangebot zum Thema Wald und Fels. In der von Kindern für Kinder entwickelten Bewegungslandschaft kann geklettert, gerutscht, geturnt, gerannt und gesprungen werden.
Und nochmals ein Tipp aus den Kommentaren: Die Spielweltenfabrik vereint zwei Welten: Kindermuseum und Spielplatz. Kinder bis 12 Jahre und Erwachsene können gemeinsam in wechselnden Spielwelten Phänomene aus Natur, Wissenschaft, Musik und Kunst entdecken. Inkl. Kafi mit Kleinkindbereich.
Diese Destinationen sind quersubventioniert und darum geeignet fürs kleine Budget:
Der Eintritt ist gratis. Was kostet, sind die zusätzlichen Angebote wie Trampolin und Töggelikasten. Von Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Freitag nur für Jugendliche, an den Wochenenden – mit Ausnahmen – geschlossen.
Im SpielEstrich auf dem Kasernenareal sind Kinder von 5 bis 12 Jahren willkommen, die Öffnungszeiten variieren, die Preise sind sehr moderat.
Autorin
Pascale Hofmeier hat zwei Jobs: einen bezahlten im Bereich Unternehmens-Kommunikation und einen als Mutter eines kleinen Sohnes. Aufgewachsen in der Region Basel lebt sie nach einem längeren Abstecher nach Bern nun in der Stadt Basel. Nach dem genug grossen Hut, unter den bezahlte und Familienarbeit ohne Risse und Beulen passen, sucht sie noch.
Egal ob «SCHTOOOP! Nicht mit dem Glace ins Wasser» oder «ICH HAS ZERST GHAAAAAA!»: mit unserem Bingo hakst du jeden Badi-Klassiker ab. E-Mail bestätigen und der Download landet in deinem Postfach.
Danke! Neue zum Ausprobieren :-)
Im Familienzentrum im Gundeli im Gundeldinger Feld, ist am Di und Do sogar noch die Kleiderbörse offen.
Auch toll ist das Spielfeld auf dem Gundeldinger Feld, das aber eher für die Grösseren – ein grosser indoor-Spielplatz von den Robi-Spiel-Aktionen. Kann sehr lebendig zu- und hergehen…
Die GGG – Bibliothek hat übrigens in allen Quartieren einen oder mehrere Ableger und ist auch da immer toll.
Auch toll bzgl. Indoor Spielplätze in BS und Umgebung ist der Swiss Mega Park in Frenkendorf.
Auf 3 Ebenen rutschen, rätseln, hüpfen, klettern, fühlen und erleben. Hier können die Binggis richtig Gas geben und sich auspowern.
Ob Gross oder Klein spielt keine Rolle. Es gibt Brücken, Vulkane und Tunnel. Nervenkitzel auf der superschnellen Edelstahlrutsch ist inklusive. Für die ganz kleinen gibt es einen extra Kleinkinderbereich.
Preise sind absolut im Rahmen, als Begleitperson bezahlt man CHF 5.- inkl. einem Heissgetränk.
Picknicken ist erlaubt, ansonsten gibt es auch Getränke, Snacks und Glace im Bistro.
Esther
Danke für die Zusammenstellung!
Ich habe kürzlich das Elys entdeckt, Klettern für alle :) https://boulderloft.ch/kinder
Steffi
Die Spielweltenfabrik in Liestal (https://www.spielweltenfabrik.ch/) ist auch noch sehr empfehlenswert. Inkl. Kleinkindbereich und Kafi.