Mental Load ist enorm belastend. Die Psychologin Dr. Filomena Sabatella erklärt, was Mental Load alles umfasst und weshalb Delegieren oft noch zu wenig nützt. Und natürlich gibt sie auch Tipps gegen die Überlastung.
Wie viele kleine Entscheidungen hast du heute schon getroffen?
Wie soll ich das Kind heute anziehen? Wie reagiere ich, wenn die Geschwister wieder zoffen – lasse ich es mal laufen oder greife ich sofort ein? Sollen wir wegen des Hustens zum Kinderarzt oder warte ich noch einen Tag? Mache ich ausnahmsweise eine Ausnahme bezüglich Zimmer-Aufräumen? Soll ich jetzt einen Kaffee trinken oder etwas später, dafür dann in Ruhe? Mein Partner wirkt gereizt, ist es günstig, ihn jetzt drauf anzusprechen?
Im Familienalltag fällen wir tausende solcher kleiner Entscheidungen. Managerdenken, nennt es die Psychologin Filomena Sabatella. Wir orchestrieren und evaluieren.
Dieses Managerdenken ist ein Teil von Mental Load. Es ist keine Taskliste, die wir einfach delegieren können. Und genau deshalb ist Mental Load so belastend: Es sind eben nicht nur To-do’s, sondern ein permanent im Hintergrund mitlaufender Gedankenstrom. Viele denken, man müsse sich einfach besser organisieren oder Tasks abgeben. Sie tun es, fühlen sich danach immer noch total kaputt – und verzweifeln.
Was Mental Load noch alles umfasst und wie wir damit umgehen können, erzählt Filomena in dieser Podcast-Folge – und natürlich gibt sie auch Tipps gegen die Überlastung.
Links zum Thema:
Webseite von Filomena Sabatella: mentalload.ch
Beiträge von mal ehrlich:
Cartoon: «Du hättest doch bloss fragen müssen!»
Wieviel arbeite ich? Die Eltern-Rechnung: Mental Load + Care-Arbeit + Erwerbsarbeit
Unser Dossier zum Thema Mental Load mit all unseren Beiträgen, Podcasts, Tipps und Berechnungsvorlagen