Ich: «Wir brauchen einen neuen Kindersitz fürs Auto. Ich habe bisschen gegoogelt. Da gibt’s unzählige Infos und Möglichkeiten!»
Wie reagiert mein Mann?
A) «Toll! Lass uns heute Abend ausführlich all deine Notizen durchgehen und darüber sprechen!»
B) «Toll! Dann entscheide doch du.»
Yep, B. Es soll Partner geben, die solche Dinge unbedingt mitbestimmen, alle Verantwortung aufteilen wollen. Ich persönlich kenne keinen. (To be fair: Ich entscheide sehr gerne selber. Manche behaupten, ich sei ein wenig herrschsüchtig.)
Über Kindersitze diskutieren? Vielleicht unsexy. Aber wichtig.
Gemäss dem Bundesamt für Strassen gab es im Jahr 2018 total 54’378 Verkehrsunfälle. 360 Kinder sassen während eines Unfalls in einem Personenwagen, 337 waren angegurtet. (Zahlen 2024: 52’022 Verkehrsunfälle, 276 Kinder, davon 263 angegurtet)
Wollen wir das Quiz weiterspielen? Ich hätte aufgrund dieser Zahlen nämlich eine drängende Frage:
Wie bescheuert ist man, wenn man sein Kind im Auto nicht angurtet?
A) Sehr fest.
B) Sehr, sehr fest.
C) Trump.
Kindersitze können Leben retten.
Es gibt ein paar Dinge, die man über Kindersitze wissen muss. Die habe ich hier zusammengefasst. Und weil wir grad am quizzen sind, geht’s auch so weiter:
Kindersitze tragen die Bezeichnung i-Size. Was bedeutet das?
A) Dass der Kindersitz eine Halterung für das böse, böse iPad besitzt. Und eine Buchse für Kopfhörer.
B) Das ist eine (nicht mehr ganz so) neue EU-Sicherheitsnorm. Sie will die Wahl des passenden Kindersitzes erleichtern. Und Fehler bei der Montage vermeiden.
Richtig ist B. Seit 2013 werden die Kindersitze nicht mehr nach Gewicht, sondern nach Alter und Körpergrösse eingeteilt. Dadurch soll verhindert werden, dass man Kinder zu schnell in zu grosse Sitze setzt.
Ein Sitz mit i-Size-Norm muss ausserdem im Fall einer Seitenkollision guten Schutz bieten. Hier wurden die Richtlinien im Gegensatz zu früher verschärft. Überdies muss man den Sitz mit Isofix befestigen können (sofern das Auto dafür ausgerüstet ist). Diese Befestigungsart ist weniger fehleranfällig als die Montage mittels 3-Punkt-Gurt.
Der TCS zeigt die vier häufigsten Fehler beim Verwenden von Kindersitzen auf:
Kinder müssen anfangs rückwärtsgerichtet in einem Reboarder-Kindersitz fahren. Wie lange im Minimum?
A) Bis 15 Monate. Weil so bei einer Frontalkollision der Kopf, die Halswirbelsäule und der Rückenbereich besser abgestützt sind. Dadurch nehmen Schwere und Anzahl Verletzungen ab.
B) Bis sie schön essen können und keine Trotzanfälle mehr haben. So dass nicht mehr die Gefahr besteht, dass sie Früchtematsch, Zwieback usw. in Richtung Fahrer spucken.
Muss ich das auflösen? Ist klar, oder?
Leider finden viele Kinder das Rückwärtsfahren nicht schaurig lässig – weil sie nicht viel sehen. Bei unserem Erstgeborenen hat das Quengeln im Auto schlagartig aufgehört, als wir ihn mit 15 Monaten in den neuen, vorwärts gerichteten Sitz bugsierten.
Es gibt aber auch Kindersitze, die um 360 Grad drehbar sind. So kann ich den Sitz für längere Fahrten, bei denen der Kleine sowieso einschläft, weiterhin in die sicherste, nämlich rückwärtsgewandte Position drehen. Und für kurze Fahrten kann er nach vorne blicken und die Welt bestaunen. Zum Ein- und Ausladen des Kindes kann der Sitz Richtung Türöffnung gedreht werden.
Citroën C3 Aircross: Einer für sieben!
Mit Kindern sicher unterwegs zu sein, fängt bei der Wahl des richtigen Autos an. Der neue Citroën C3 Aircross ist nicht nur sicher, sondern macht Familienfahrten (und den Alltag allgemein) einfacher und angenehmer.
Denn Citroën denkt mit: Serienmässig als 5-Sitzer (auch bestellbar mit 7 Sitzen!), mit grosszügigem Platzangebot, einfacher Bedienung und innovativer Ausstattung bietet der C3 Aircross gleichzeitig Fahrkomfort einer höheren Liga. Als Benziner und Elektro oder Hybrid mit hervorrangender Reichweite und Ladezeit liegt es sicher nie am Auto, dass schon wieder eine Pause eingelegt werden muss.
Mehr Einfachheit auf Reisen und im Alltag?
Teste den Citroën C3 Aircross doch selbst mal!
Yay, zwei Optionen!
Es gibt viele Kindersitze mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten. Sogar solche, die man vom 1. bis zum 12. Altersjahr verwenden kann.
Ein Sitz, der vom Toddler bis zum Teenager mitwächst. Genial, oder?
A) Wo krieg ich so einen?
B) Wo ist der Haken?
In einer Broschüre des TCS und der Beratungsstelle für Unfallverhütung kommen die mitwachsenden Sitze generell nicht so gut weg. Es bestehen zwar einige dieser Sitze den TCS-Test und erhalten auch eine gute Note. Sie sind sicher, keine Frage.
Trotzdem heisst es, dass mitwachsende und umbaubare Kindersitze grundsätzlich weniger Sicherheit bieten als die jeweils exakt für Alter und Grösse passenden Kindersitze.
Also, ein neuer Kindersitz sollte:
- der i-Size-Norm entsprechen,
- ein Modell für das passende Alter und die passende Grösse sein
- und in Testverfahren gut abgeschnitten haben.
Der TCS testet seit 50 Jahren Kindersitze, auf diese Ergebnisse ist Verlass.
Worauf muss man sonst noch achten beim Kauf?
A) Ob der Sitz mit dem Fahrzeug kompatibel ist.
B) Ob dem Kind die Farbe des Sitzes gefällt.
Hier ist irgendwie beides richtig. A ist korrekt, weil nicht alle Sitze aufgrund ihrer Masse und Befestigungsmöglichkeiten in alle Autos passen. Und B ist notwendig, wenn man nicht jedes Mal beim Einsteigen ins Auto Gemecker hören will.
Unsere Babyschale zum Beispiel hat eine fest im Auto installierbare Plattform, so dass die Schale enorm leicht ist und man sie supereasy und schnell einklicken kann. Aber die Plattform passt nicht ins Auto meiner Schwester, weil der Standfuss zu kurz ist. Wenn wir bei ihr mitfahren, muss also eine andere Lösung her, zum Beispiel eine Babyschale die auch per Fahrzeuggurt installiert werden kann.
Drum: Unbedingt immer die Fahrzeugliste des Herstellers beachten! Übrigens sind auch nicht alle Isofix-Kindersitze für alle Auto-Typen mit Isofix-Verankerung passend. Wer sich ein neues Auto kauft: UNBEDINGT alle Sitze zum Testfahren mitschleppen und installieren – vor allem, wenn man mehr als einen Sitz montieren muss.
Wer mit seinem Autositz fliegen möchte, muss zudem darauf achten, dass er einen offiziellen «For Use in Aircraft» Aufkleber hat und zugelassen ist. Mehr Informationen dazu hier.








