Lieber Papa,
Ich möchte Dir mein Mitgefühl aussprechen, für den Verlust deiner beiden Eltern, beziehungsweise – da ich nicht ganz sicher bin – den Verlust der Grosseltern deiner geliebten Kinder.
Ich stelle es mir auch für dich persönlich- in der Rolle des Kindes oder Schwiegerkindes ebendieser Grosseltern sehr schwierig vor, einen Umgang mit dem Tod bzw. dem Verlust dieser beiden euch nahestehenden Personen zu finden.
Auch du darfst trauern. Was würde Dir gut tun? Dir helfen? …einfach weitermachen nach dem Verlust von zwei lebensprägenden Personen (und das sind Eltern quasi immer, in welche Richtung auch immer sie uns prägen) wird doch auch für Dich fast unmöglich sein?
Ich würde Dir empfehlen, zuerst den richtigen Weg für Dich zu finden / auszuprobieren – und wenn du den gefunden hast, deinen Kindern aufzeigen: Papi geht ans Grab, weil er traurig ist. Papi sitzt heute für ein paar Momente still auf dem Balkon. Papi schaut sich alte Fotoalben an, um sich zu erinnern. Papi fährt heute zu seinem Bruder / Schwester, weil diese die Grosseltern auch sehr lieb hatten. Papi geht heute zum Fussball, um sich abzulenken, weil er so traurig ist.
Wenn du für dich einen „gesunden“ Weg findest (gezielte Ablenkung darf sein, Verdrängung, Alkohol, Drogen oder „einfach weitermachen“ scheint mir hingegen ungesund), wird es dir leichter fallen, mit den Kindern darüber zu sprechen.
Der zeitliche Druck ist wohl schon „vorbei“, also nimm Dir die Zeit, die du brauchst. Die Kinder werden mit Dir mitfühlen und Verstännis zeigen.