Drei Kinder – was habe ich mir bloss dabei gedacht?
Alle wollen etwas und alle wollen es gleichzeitig. Das Chaos nimmt Überhand. Und Sandra fragt sich, ob sie als Dreifachmutter überhaupt geeignet ist. Familienplanung in der Retrospektive.
Von Sandra Trupo, Illustration: Giulietta Martin46 Kommentare
In Schnüerlischrift habe ich mit etwa zehn Jahren in mein Aufsatzheft geschrieben:
«Ich wohne in einer schönen Wohnung im zweiten Stock mit meinem Mann, unseren drei Kindern und unserer Katze. Alle haben ein eigenes Zimmer. (…) Wenn unser Sohn und unsere ältere Tochter in der Schule und im Kindergarten sind, schreibe ich ein Buch. Mein Mann passt dann auf die jüngere Tochter auf. (…) Am Abend essen wir alle zusammen Pizza und machen Spiele. Dann sagen wir uns ‚Gute Nacht‘ und gehen ins Bett. Vor dem Einschlafen lese ich noch ein spannendes Buch.«
Das Thema des Aufsatzes war: Ich in 20 Jahren.
Drei Kinder habe ich heute, 27 Jahre später, tatsächlich. Trotzdem sieht die Realität etwas anders aus, als ich es mir in meinen primarschülerlichen Zukunftsvisionen ausgemalt hatte. Nicht nur, dass die Katze kein eigenes Zimmer hat und ich (noch) an keinem Buch schreibe; auch das Leben mit drei Kindern ist irgendwie etwas komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte.
Als mein Mann und ich vor 17 Jahren ein Paar wurden, sprach er – selbst mit zwei jüngeren Geschwistern aufgewachsen – immer von drei Kindern. Für mich als Einzelkind war klar, dass ich nicht nur ein Kind wollte, aber zwei fand ich damals vollkommen ausreichend.
Fast forward: 7 Jahre später, Kind 1 war da, der väterliche Kinderwunsch weg. War die Geburt so traumatisierend? Oder die Freiheitsberaubung so einschneidend? Bei mir passierte das Gegenteil, nämlich genau das, wovor ein Arbeitskollege meinen Mann einst gewarnt hatte: «Nimm dich in Acht, wenn sie erst mal mit Kinderkriegen angefangen hat, will sie nicht mehr damit aufhören.»
Mit einer tollen Schwangerschaft und einem relativ unkomplizierten Baby gesegnet, war ich es nun, die unbedingt noch ganz viele weitere Kinder wollte. Ich hatte ja keine Vorstellung …
Von Lärmemissionen und logistischen Herausforderungen
Nochmals 10 Jahre später habe ich eine Vorstellung. Eine ziemlich genaue sogar. Davon, was zu den drei Kindern so alles gratis dazu geliefert wird: ein gestreifter Bauch (habe mir sagen lassen, dass Zebra-Muster gerade wieder schwer im Kommen sind) und ein unüberwindbarer Röschtigraben zwischen dem linken und dem rechten geraden Bauchmuskel zum Beispiel.
Dieser ständige Streit über zentrale Themen des Alltags (zum Beispiel, in wessen Besitz sich das zweite Sofakissen von links zuerst befunden hat) …
Nicht zu vergessen die geschwisterliche Eifersucht, den ständigen Streit über zentrale Themen des Alltags (zum Beispiel, in wessen Besitz sich das zweite Sofakissen von links zuerst befunden hat), den Mental Overload oder das Magen-Darm-Karussell in Endlosschleife. Fehlende Paar-Zeit und noch fehlendere Me-Time.
Manchmal sind die Arme zu kurz, um das Chaos zu umarmen
Trotzdem hadere ich an gewissen Tagen. Bin überfordert. Manchmal erdrückt mich die Verantwortung. Sind meine Arme nicht lang genug, um das riesige Chaos zu umarmen. Kann ich den Moment nicht mehr geniessen, sondern sehne nur noch den Moment herbei, an dem alle Kinder im Bett sind.
Dann zweifle ich, ob ich überhaupt geeignet bin, Mutter dreier Kinder zu sein.
Und immer wieder ertappe ich mich auch dabei, wie ich neidisch Ein-Kind-Eltern beobachte. Ich stelle mir vor, wie viel Zeit für mich selbst ich mit nur einem Kind hätte. Für meine Beziehung, für Freundinnen, fürs Schreiben.
Aber vor allem auch für dieses eine Kind. Wie viel Aufmerksamkeit ich ihm widmen könnte. Wie intensiv ich alles mit ihm erleben würde. Was wir überhaupt alles zusammen unternehmen könnten. Dinge, die in der Realität allzu oft daran scheitert, dass vieles eben mit (meinen) drei Kindern schlicht nicht machbar ist.
Immer braucht es Kompromisse
Für mich ist es schwierig auszuhalten, dass ich nicht allen drei Kindern immer gerecht werden kann. Selten bis nie kann ich mich exklusiv nur auf eines konzentrieren. Immer braucht es Kompromisse. Immer muss ich abwägen, wessen Bedürfnisse gerade am dringendsten sind.
Ich weiss nicht, wie viel Mal ich in den letzten Jahren «Wart schnäll» gesagt, geflüstert, geschrien habe. Zu den Kindern. Vor allem aber zu meinen eigenen Bedürfnissen.
Immer kommt irgendwer zu kurz. Und äussert das auch sehr lautstark.
Ich weiss nicht, wie viel Mal ich in den letzten Jahren «Wart schnäll» gesagt, geflüstert, geschrien habe. Oft jedenfalls. Zu oft für meinen Geschmack. Zu den Kindern. Vor allem aber zu meinen eigenen Bedürfnissen. Auch zu meinem Bedürfnis, mich einfach mal voll und ganz einem Kind zuzuwenden.
So habe ich mir das mit dem Kinderhaben nicht vorgestellt. Dass manchmal nicht mehr drin liegt, als einfach nur irgendwie den Tag zu überstehen.
Dass es so viel ist. Und sich am Abend dennoch immer so anfühlt, als hätte ich nichts gemacht. Nichts geschafft. Mich nur im Kreis gedreht.
Ich wäre dann bitte die Letztgenannte. Aber wo soll ich die anderen acht hernehmen?
Drei Kinder in fünf Jahren sind intensiv, erst recht, wenn eines eine Behinderung hat. Ist ja irgendwie klar, im Nachhinein. War mir aber nicht so ganz klar, als es um die Familienplanung ging.
Ich sah nur das zukünftige Baby vor mir, den Neugeborenen-Geruch in der Nase, das flauschige Köpfchen unter den Fingern, dieses Gefühl des Gebrauchtwerdens. Mein Kopf war da nicht involviert, nur mein Herz. Oder waren es die Hormone?
Noch immer nehmen meine Eizellen kräftig Anlauf, sobald sie irgendwo ein Baby erblicken.
Unsere Familienplanung ist abgeschlossen. Doch noch heute würden Herz und/oder Hormone sofort wieder «Ja, ja, ja!» rufen, wenn es darum ginge, ein weiteres Baby aus- und später dann rumzutragen (nur für die Geburt müsste unbedingt ein Stunt-Double her).
Noch immer nehmen meine Eizellen kräftig Anlauf, sobald sie irgendwo ein Baby erblicken oder – noch schlimmer – ein Handyvideo von meinen eigenen Kindern als Babys. Hach, waren sie nicht süss…? Dass aus dem herzigen Neugeborenen schon bald ein trotzendes Kleinkind und irgendwann ein Teenie wird, das blenden wir jetzt mal gekonnt aus.
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Drei Kinder = Jonglieren mit drei Bällen?
Mehrere Kinder zu haben, sei wie Jonglieren mit mehreren Bällen, habe ich mal gelesen. Ach ja?
Jonglierbälle machen meines Wissens alle dasselbe. Springen in die Luft, machen einen hübschen Bogen und werden von der Erdanziehungskraft unweigerlich wieder zurückgeholt – in die Hand des Werfenden oder auch mal auf den unsanften Boden der Tatsachen. Ja, manchmal fallen auch meine Kinder zu Boden. Oder werfen sich auf den Boden – bevorzugt an stark frequentierten Orten.
Aber meistens machen sie eben nicht alle dasselbe, sondern rennen in drei verschiedene Richtungen davon, haben diametral unterschiedliche Bedürfnisse.
Dem gerecht zu werden (zu versuchen), erinnert mich nicht ans Jonglieren, sondern eher an dieses Handy-Spiel, für das ich in meinem kinderlosen Leben noch Zeit hatte: Hot Dog Bush, ein Spiel, bei dem man einen Hot-Dog-Stand betreiben und auf die Wünsche seiner Kunden eingehen muss.
Ja, das sind übrigens wir, die seit Jahren jeden Lift blockieren, weil sich die Kinder nicht einigen können, wer den Knopf zuletzt drücken darf. Sorry an alle Wartenden!
Am Anfang ist das simpel: Hot Dog mit oder ohne Ketchup? Oder bei Babys: Schlafen oder Trinken? Doch mit der Zeit wird‘s immer komplizierter: Hot Dog mit Ketchup, Senf, Mayo, Currysauce? Oder doch lieber ein Burger? Mit Garnitur? Oder bei Kleinkindern: Rechte oder linke Socke zuerst anziehen? Darf ich oder darf das Kind die Zahnpastatube öffnen? Und welches Kind darf (zuletzt) den Liftknopf drücken?
Ja, das sind übrigens wir, die seit Jahren jeden Lift mindestens fünf Minuten blockieren und die Türen auf- und wieder zugehen lassen, ohne einzusteigen, weil sich die Kinder nicht einigen können, wer den Knopf zuletzt drücken darf. Sorry an alle Wartenden!
Alle wollen etwas und alle wollen es gleichzeitig
Irgendwann wird’s dann richtig schwierig im Hot-Dog-Spiel: Pommes dazu? Ein Getränk? Welches? Die Kunden werden immer ungeduldiger. Manche wollen sich aus dem Staub machen, ohne zu zahlen. Und um das nächste Level zu erreichen, muss man alle möglichst schnell möglichst zufriedenstellen. Was je länger, desto schlechter gelingt.
Alle wollen etwas. Alle wollen etwas anderes (wissen aber manchmal selbst nicht so genau, was sie eigentlich wollen). Und alle wollen es gleichzeitig.
Ja, so fühlt sich mein Leben mit drei Kindern an. Alle wollen etwas. Alle wollen etwas anderes (wissen aber manchmal selbst nicht so genau, was sie eigentlich wollen). Und alle wollen es gleichzeitig.
Jetzt. SOFORT. MAMIIIIIIII!!!!
Füdli putzen, Plüsch-Giraff suchen, Büechli erzählen, die neuste Pokémom-Karte bewundern, Kiri aufs Pancroc streichen («Neiiii, nöd uf die Siite!»), dem Playmobilmänndli seine Haare wieder aufsetzen oder – noch schlimmer – dem Drachen Ohnezahn die Flügel anmurksen (bin ich eigentlich die einzige, die das erst beim 37. Anlauf hinkriegt?), bei den Mathi-Ufzgi helfen, etwas Kratziges aus dem linken Socken entfernen (und ohnehin haben die Socken die falsche Farbe), die Batterien des Tiptoi-Stifts auswechseln, die Sonne verschwinden lassen (weil: «Sunnä bländet.»), die Sonne wieder erscheinen lassen (weil: «Oh nei, dunkel, Angscht.»).
(Illustration: Giulietta Martin)
Und wer wechselt meine Batterien?
Ich habe immer eine Hand zu wenig. Und noch schlimmer: ein Ohr zu wenig. Manchmal weiss ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht, weil alle drei Kinder simultan auf mich einreden. Und ihre Laune von allen Seiten ungefiltert auf mich einprasselt (Stichwort: Emotional Labor).
Multi-Tasking gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. «Bitte wechsle die Batterien nach dieser Spielrunde», sagt da schon der nächste Tiptoi-Stift – und ich frage mich: Wer wechselt eigentlich meine Batterien?
Doch dafür bleibt ohnehin keine Zeit. Um den nächsten Feierabend zu erreichen, muss ich alle Bedürfnisse halbwegs befriedigen. Was je länger der Tag, desto schlechter gelingt. Am Ende eines solchen Tages lese ich leider entgegen meiner Prognosen von anno dazumals keine Bücher mehr, sondern schlafe entweder unplanmässig auf dem Sofa ein oder erledige mit Hilfe von hochdosiertem Koffein noch das, was tagsüber liegen geblieben ist.
Jedenfalls so lange, bis mich das erste Kind unterbricht, weil es schlafwandelt, eine volle Windel oder Alpträume hat.
Ich habe mich ziemlich blind in dieses Abenteuer gestürzt. Und erst mittendrin bemerkt, dass ich nur zwei Hände, nur zwei Ohren und wohl auch nur zwei Nerven habe.
Und dann, mitten in der Nacht, taucht sie wieder auf. Die Frage, was ich mir bloss dabei gedacht habe, gleich drei dieser fordernden Wesen in die Welt zu setzen.
Und ich komme zum Schluss: Nicht viel. Ich habe mich ziemlich blind in dieses Abenteuer gestürzt. Und erst mittendrin bemerkt, dass ich nur zwei Hände, nur zwei Ohren und wohl auch nur zwei Nerven habe. Aber das Herz, wenn auch nur einmal vorhanden, ist zum Glück ein dehnbarer Muskel. Und wenn ich diese drei kleinen Menschen anschaue (bevorzugterweise dann, wenn sie alle friedlich schlafend in ihren Betten liegen), dann bin ich eben doch froh, dass nicht der Kopf, sondern das Herz entschieden hat.
Und vielleicht ist es ja auch ganz gut, sich gar nicht so sehr auf ein Kind konzentrieren zu können, es auch gar nicht zu müssen. Gezwungen zu sein, weg vom Bild der perfekten Mutter zu kommen, weil es in dieser Konstellation schlicht unerreichbar ist.
Machen, was möglich ist. Und den Rest sein lassen. Gut ist gut genug. Ich arbeite noch daran, das auch meinem Kopf schonend beizubringen.
Autorin
Als freie Journalistin schreibt Sandra Trupo-Kuhn (Jg. 1984) über all das, wofür ihr Herz schlägt, vom Muttersein über Inklusion bis zum Regionalfussball – am liebsten mitten in der Nacht. Sie lebt als «Huhn im Korb» mit ihrem Mann, drei Söhnen (geboren 2012, 2014 und 2017) und zwei Katern im Zürcher Unterland, schwankt täglich zwischen Chaos und Perfektionismus und ist immer für absurde Abenteuer zu haben. Sandra ist seit 2019 Teil unserer Redaktion.
Illustratorin
Giulietta Martin liebt Familiengeschichten in allen Farben und Formen. Früher als Hebamme, heute schreibt sie ihre ganz eigene. Stets darum bemüht, neben den drei kleinen Protagonist:innen nicht gänzlich in die Nebenrolle zu geraten, sucht Giulietta ihren Ausgleich im Zeichnen. Die Irrungen und Wirrungen des Familienalltags bleiben dabei ihre liebsten Sujets. Mehr von Giulietta: @mama.kritzelei
Danke für diesen Artikel, der soooo gut beschreibt, wie es auch mir (mit nur 2 Kindern) geht!
Sandra Trupo
Danke Miriam!
Anita
Liebe sandra, so ein wahrer text. Du hast absolut treffende worte gewählt, um gefühle, stimmungen und tatsachen für den alltag en famille (zu fünft) zu beschreiben. Danke!
Sandra Trupo
Danke Anita!
Nicole
vielen dank für diesen tollen text. beziehungskosmos meint gut. genug. und seit ich dies so sehe, geht es so viel besser. ein drittes hat es bei uns nicht gegeben, kopf entscheid.
Sandra Trupo
Danke dir, Nicole! Genau, es ist gut und es ist genug – das versuche ich mir auch immer wieder vor Augen zu halten. Es hilft.
Monika & Thomas
Liebe Sandra
Vielen Dank für den unterhaltsamen Beitrag. Ja, wir erkennen uns in vielen der Situationen auch wieder. Wir haben 4 Kinder – zum Glück alle aus dem Windelalter raus. Doch die Bedürfnisse bleiben vielzählig und unterschiedlich – unzählige Hobbies, Schule, Abmachen etc. Als Mama-Papa-Team geht es irgendwie mit 4 Armen, 2 Autos und 24 Stunden am Tag ;-)
Sandra Trupo
Danke! Das hab ich mir noch halb gedacht (oder befürchtet), dass es nicht unbedingt einfacher wird mit zunehmendem Alter der Kinder… 😅
Simone Zeuggin
Super Text. Danke dafür. Ich befinde mich ein paar Jahre weiter und konnte deshalb über vieles lachen.
Geniessen Sie es zwischendurch. Es wird noch ein wenig dauern und eher wilder als ruhiger. Aber das Lesen am Abend kommt wieder und Sie werden es geniessen. Sie können den Ältesten danach im Ausgang abholen 😉. Alles Gute, es lohnt sich drei Kinder zu haben, glauben Sie mir.
Sandra Trupo
Danke vielmals! In dem Fall freue ich mich scho mal auf das Lesen am Abend. Nicht so sehr auf den Ausgang allerdings… 🙈
Jenny Blaser
Super Text, spricht mir als Mutter von 3 Mädels direkt aus dem Herzen.
Merci Deborah! Solche Fragen kenne ich auch – mit dem Unterschied, dass wir nach drei Jungs auch schon öfters gefragt wurden, ob wir es denn nun noch ein viertes Mal mit einem Mädchen probieren wollen…
Steffi
Herzlichen Dank für diesen ehrlichen Text, Sandra. Genau, was ich brauche. Ich gehöre nämlich auch zu der (bizzli wahnsnnigen?) Truppe, deren Herz trotz Überforderung mit zwei Kleinkindern und langjährigem Schlafmangel immer noch nach Kind Nummer 3 Kind schreit. Da hilft es mir sehr, mal einen ehrlichen Einblick zu erhalten. Und auch die Bestätigung, dass das mit dem Kinderwunsch wohl nie aufhört, auch nach 3 nicht. Mein Herz hofft natürlich weiter – aber vielleicht kann ich wenigstens meinen Kopf überzeugen, dass ein drittes Kind eben doch nochmals grosse zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.
Sandra Trupo
Danke vielmals, liebe Steffi! Es freut mich, wenn dir der ehrliche Einblick hilft – und ich hoffe, er wirkt nicht zu sehr als Verhütungsmittel (diese Rolle hat nämlich schon Andrea: https://mal-ehrlich.ch/ich-bin-ein-verhuetungsmittel-oder-warum-kinder-kriegen/) 😉 Du hast recht, der Kinderwunsch – oder sagen wir mal: die Baby-Sehnsucht – ist auch nach dem dritten Kind nicht einfach weg, aber die zeitweilige Überforderung doch so gross, dass der Kopf inzwischen einsieht, dass wir komplett sind. Viel Glück euch bei der Entscheidungsfindung! ☺️
Nora
Super toller, erfrischend ehrlicher Text der sich toll lesen lässt.
Danke für diesen humorvollen, authentischen Beitrag :)
Sandra Trupo
Danke Nora!
Nicole
1000 Dank für diesen erfrischenden und ehrlichen Post. Es tut gut zu wissen, nicht alleine zu sein mit solchen Gedanken.
Sandra Trupo
Danke Nicole! Das tut auch mir gut.
Sandra
Liebe Sandra
Vielen Dank für den Text.
Ich hatte lange zu kämpfen mit einem 3. Kinderwunsch. Mein Mann hat kein 3. Mal mitgemacht. No way. Er sagte, er könne ein guter Vater sein für 2 Kinder, mehr geht nicht. (Und ein guter Vater ist er). Ich brauchte Jahre um damit klar zu kommen, hatte eine depressive Verstimmung, es war unsere grösste Beziehungskrise (bisher 🙃). (Ich weiss, es gibt viele Menschen, die können gar keine Kinder bekommen.)
Getriggert haben mich immer die 3 und 4-fach Mütter (Sorry). In meinen Augen hatten sie „es geschafft“ eine „richtige“ Familie zu gründen.
Ich weiss, das ist Bullshit, jeder Mensch jede Familie ist einzigartig und richtig. Egal ob 0, 1, 2, 3 oder? Kinder.
Mittlerweile triggern (bzw. ärgern) mich nur noch die Mütter, die finden die perfekte Familie sei an eine Kinderzahl gebunden (meist 3 oder 4). Und alles wäre immer wunderbar. Und man müsse nur richtig planen mit den Männern und den richtigen Altersabstand wählen. Und ich könne halt nicht mitreden da nur 2 Kinder.
Ich danke dir für deine Ehrlichkeit. Ich vermute viele Frauen gestehen sich nicht ein, dass einiges nicht so wunderbar ist wie geplant und sind beschäftigt mit weglächeln.
Danke dass du es nicht machst. Das ist stark. Ich wünsche dir und deiner Familie Alles Gute. Viel Freude mit deinen Kindern, viel Mut für deine Bedürfnisse.
Liebe Grüsse, Sandra
Sandra Trupo
Liebe Sandra
Vielen Dank für deine Offenheit und fürs Teilen deiner Erfahrungen. Dein Kommentar hat mich sehr berührt.
Wie du schreibst: Jede Familie ist einzigartig und richtig – egal mit wie vielen Kindern. Und ich glaube, jede Familie hat ihre Struggles und Herausforderungen – genauso unabhängig von der Anzahl Kinder. Und ja, eingestehen tut sich das niemand gerne. Aber es hilft, darüber zu sprechen. Weil man dann so oft merkt, dass es anderen auch so geht.
Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute!
Liebe Grüsse, Sandra
Christina
Liebe Sandra. Danke für deinen ehrlichen und berührenden Text! Ich bin frisch gebackene 3fach-Mama (Herz vor Verstand) und mir ist bereits nach wenigen Wochen sehr bewusst, was da noch alles auf uns zukommen wird – bzw. wir stecken ja schon mittendrin;-) „gut ist gut genug“: mein aktuelles Motto dank AWM. Tut gut zu hören und lesen, dass es anderen ebenso geht!
Sandra Trupo
Danke vielmals, Christina! GUT. UND GENUG. – Man kann es nicht oft genug hören, lesen, schreiben und sagen. 🙂 Ich wünsche dir viel Freude und ebenso viel Energie fürs Familienleben!
Sabrina
Der Text könnte von mir sein… ich habe Jahrgang 1983 und meine Kinder 2012, 2014 und 2016. Ich empfinde es genau so. Aber natürlich sehe ich auch vorallem die schönen Seiten ❤️
Sandra Trupo
So viele Parallelen… 😅 Ich wünsche dir weiterhin ganz viele schöne Seiten!
Nicole
Merci viel Mal für den tollen Text! Wir erwarten in ein paar Wochen unser 3. Baby (die «grossen» sind 3 und 5).
Wir werden oft gefragt warum wir denn noch ein drittes bekommen – wir hätten ja schon Mädchen und Junge…
Momentan geniesse ich sehr bewusst, dass ich immer mal wieder die Hände frei habe und freue mich über jeden Schritt in die Selbstständigkeit unserer Kinder. Ich bin dankbar für so offene Erfahrungen aus echten Familien – sie helfen mir sehr, meine eigenen Erwartungen runter zu schrauben und zu akzeptieren, dass nirgends alles glatt läuft.
Danke dir!
Sandra Trupo
Danke vielmals Nicole! Ich wünsche dir schöne Restwochen mit «freien» Händen und danach einen tollen Start zu fünft – mit vollen Händen und vollen Herzen…
Sandra
Liebe Sandra
Ein toller Text, in dem ich mich – auch als „nur“ Ein-Kind-Mama (die übrigens auch öfters neidisch auf die Mehrkindfamilien schielt, weil die Mama da nicht nonstopp als Spielkamerad herhalten „muss“) – ganz oft wiedererkenne. Zu selten kann man offen über all die Herausforderungen sprechen, die einem als Eltern erwarten-bei anderen scheint ja oft alles einfach optimal zu laufen🙃.
Sandra Trupo
Danke, liebe Sandra! Irgendwie beruhigend zu wissen, dass man als Ein-Kind-Elternteil ebenso neidisch auf Mehr-Kind-Familien schielen kann.
Martina
Liebe Sandra!
Per Zufall habe ich gesehen, dass du hier schreibst und habe gerade alle deine Texte bei AWM gelesen. Ich muss sagen, ich bin hin & weg von deinen Worten – so schön! Ehrlich und nicht beschönigend, mit super direkten und lustigen Beispielen; dabei mit einer soooo stark spürbaren Liebe dahinter!!
Beim Text über die Ferien ohne Kinder musste ich schmunzeln – wen man da dann nicht alles per Zufall (wieder) trifft ;-)
Sandra Trupo
Liebe Martina,
Danke vielmals für deine lieben Worte. Die Welt ist klein – immerhin haben wir uns nun hier grad nochmals wieder «getroffen» 😄
Hanna
Hallo Sandra. Ich habe solche Tränen in den Augen vor Lachen, aber auch vor der so unheimlich realistischen Darstellung des Alltags mit drei Kindern. Es ist wunderbar mit wie viel Feingefühl und Humor du es schilderst und ich danke dir sehr. Es tut gut.
Alles Liebe, Hanna
Sandra Trupo
Danke vielmals für die schöne Rückmeldung, liebe Hanna. Das zu lesen, tut auch gut :)
Nadine
Genau so! Danke! Viel zu oft habe ich als Mama von drei Kindern das Gefühl, nicht genug zu sein und dass die anderen alles so leicht schaffen…
Sandra Trupo
Danke Nadine! Ich bin sicher, du bist genug. Und leicht aussehen tut es bei den anderen auch nur von aussen ;-)
Kerstin
Merci, ja genau so.
Sandra Trupo
Danke Kerstin!
Tina
Ich identifiziere mich sooooooo stark mit diesem Artikel. Im achten Monat schwanger und mit zwei sehr lebendigen Buben (der ältere ist 3.5 Jahre alt..) frage ich mich oft warum ich mich in dieses Abenteuer gelassen habe.. schön zu wissen, ich bin nicht die einzige die das manchmal denkt!
Sandra Trupo
Danke vielmals, liebe Tina! Es tut gut zu hören, dass du dich im Artikel wiedererkennst und dass es anderen ähnlich geht. Ich wünsche dir eine schöne Rest-Schwangerschaft und alles Gute für euer Leben mit drei Kindern! Wer weiss, vielleicht läuft das Dritte ja einfach mit… 😆
Gabriela
Liebe Sandra
“Was hab‘ ich mir nur dabei gedacht?!“ – genau das habe ich mir heute morgen auch gedacht! Vielen herzlichen Dank für diesen wundervollen Artikel! Es tut sooo gut zu wissen, dass es anderen 3-fach-Mamis genau gleich geht! Musste beim Durchlesen einige Male wirklich von Herzen lachen, was soooo gut getan hat! Das ganze Chaos auch mal mit Humor sehen! :-)
Danke, danke, danke!
Sandra Trupo
Liebe Gabriela, herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Es freut mich, wenn ich dir das Chaos etwas versüssen konnte 😉 Liebe Grüsse – from my chaos to yours sozusagen…
Alexandra
Mir gehts genauso 😝👌
Da hilft nur viel raus gehen spazieren zum Spielplatz und Co um mal den Alltag zu entfliehen !
Stefanie
Gerade hier gelandet mit genau dem Gedanken: was hab ich mir nur dabei gedacht😂 die Wohnung ist ein Chaos, der geplante Ausflug ist abgeblasen, zwei Kinder heulen weil sie müde sind und das Dritte plappert mich ununterbrochen voll. Es ist der alltägliche Wahnsinn hier.
Aber die Momente gehen vorbei und dann bin ich doch wieder froh dass es genau so ist wie es ist.
Danke für den Artikel, habe mich darin wiedergefunden. Und ich wünsche noch starke Nerven😂😊
Sandra Trupo
Liebe Stefanie, danke für deine Worte, das freut mich sehr – also natürlich nicht, dass der alltägliche Wahnsinn auch bei euch immer wieder Einzug hält, aber dass du dich im Artikel wiedergefunden hast 😅 Dir auch weiterhin starke Nerven und viel Geduld!
Nicole Drechsler
Danke für diesen Beitrag, spricht mir sehr aus dem Herzen. Gerade zur Ferienzeit, wo die ganzen Strukturen wegfallen…Und trotzdem bin ich schon fast «überfordert», wenn mal ausnahmsweise alle drei nicht zu Hause sind. Muss mich fast schon zum Chillen und nichts Tun zwingen. Gehts wem auch so?
Und eine humoristische Sichtweise zum Thema mehrere Kinder: es ist wie beim Tequila trinken. Eigentlich ist klar, dass man nach dem ersten aufhören sollte ;-)